Eine Studie zu Franz Kafkas Gleichnis „Ein altes Blatt“ Drucken

Kafka träumte von der Luft, „die man im Paradies vor dem Sündenfall geatmet hat.“ Danach blieb dem Menschen sowohl seine Freiheit (Der Sündenfall war ihr Beweis!) als auch „das göttliche Erkennen“, das ihn seither gegenüber allen anderen Geschöpfen auszeich-net, aber auch verantwortungsvoll verpflichtet. In der gesamten Dichtung Kafkas bleibt sein Hauptziel, den richtigen Weg für ein sinnerfülltes menschenwürdiges Leben zu finden. Weil aber dieser Weg immer wieder verhängnisvoll gefährdet und von ungeahnten Ver-lockungen, Versuchungen und Ablenkungen bedroht ist, beschwört der geniale Prager Dichter diese Gefahren in seiner einzigartigen ausdrucksstarken poetischen Dichtersprache, um mit diesen tiefgründigen Gleich-nissen wachzurütteln und abzuschrecken. In der Erzäh-lung „Ein altes Blatt“ wird den Betroffenen ihr selbstverschuldetes Unheil erst bewußt, als es zu spät ist.

 

Eine Studie zu Franz Kafkas Gleichnis „Ein altes Blatt“